Wildrosen

Wir bieten eine ganze Reihe von Wildrosen in unserem Online-Shop an, lassen Sie sich von unserem Sortiment inspirieren. Wildrosen gedeihen nicht nur in Ihrem Garten, sondern auch auf dem Balkon oder Ihrer Terrasse!

Wildrosen - Wildsträucher - Heckensträucher - Artenvielfalt - Ökologie - Biodiversität
Wildrose Rosa sherardii - Blühende Samt-Rose bietet Nahrung für Insekten

Ein kurzer geschichtlicher Auszug 

Schon die Babylonier züchteten Rosen. Sie nutzten und konservierten den Duft ihrer Blüten, tauchten die Blütenblätter in Fett und verarbeiteten dieses zu duftenden Salben. In Persien wurde vermutlich die Destillation von Rosenöl erfunden, das auch im antiken Rom bekannt war. Auch in China wurden bereits in früher Zeit Wildrosen kultiviert. In der Landesgüterverordnung von Karl dem Grossen wurde um 800 n Chr. der Anbau von Rosen empfohlen. Damals nutzte man die Blütenblätter der Rosa gallica "Officinalis" (Apotheker-Rose), als Mittel zum Gurgeln, für Bäder bei schlecht heilenden Wunden sowie bei entzündeten Augen. Um 1600 gelangten gelbe Rosen (Fuchs-Rose) aus Asien nach Europa mit welcher alle modernen gelben Rosenarten gezüchtet wurden. Eine Rosenzucht in grösserem Stil begann jedoch erst, als man durch den Handel mit Asien im späten 18. Jahrhundert in West-Europa chinesische und europäische Rosen miteinander zu kreuzen begann. Bei der Rosenzucht haben vor allem sieben Arten eine wichtige Rolle gespielt, auf sie gehen fast alle Kulturformen der Rosen zurück: Rosa chinensis, Rosa gigantea, Rosa multiflora, Rosa moschata, Rosa fedtschenkoana, Rosa gallica und Rosa foetida.

Wildrosen - W ildsträucher - Heckensträucher - Ökologie - Artenvielfalt - Biodiversität
Wildrose Rosa glauca - Hagebutte Bereifte Rose

Ökologische Bedeutung der Wildrosen

Eine Wildrose ist eine nicht gekreuzte Form der Gattung Rosa. Wildrosen bezaubern längst nicht nur in den Monaten Mai - Juli mit ihren verschiedenen Blütenfarben und lieblichen Düften. Sie sind auch ökologisch bedeutsame Glieder unserer Hecken und Waldränder. Überdies sind sie eine Nahrungsquelle für zahlreiche Tierarten und dienen als Schutz und für Nistplätze. In Mitteleuropa sind sie mit ca. 30 Arten vertreten. Die Rosen Hagebutten sind Scheinfüchte mit vielen kleinen Nüssen. Das Fruchtfleisch ist besonders reich an Vitamin C, enthält  aber auch Vitamin A, B1 und B2. Als Tee oder zu Konfitüre verarbeitet, werden die köstlichen Hagebutten auch vom Menschen gerne genutzt.  

Wildrosen - Wildsträucher - Heckensträucher - Artenvielfalt - Ökologie - Biodiversität
Rosa corymbifera - Busch-Rose mit nach Nektar suchender Biene

Wert für Tiere

Die heimischen Wildrosen sind wertvolle Futtersträucher, insbesondere für mehr als 27 Vogelarten, wie beispielsweise Singdrossel, Gimpel, Grünfink oder Birkenzeisig. Diese fressen die Hagebutten und deren Samen. Ebenso ernähren sich nachweislich 27 Säugetierarten von ihren Früchten, Blättern oder Trieben. Nebst all diesen Tierarten sind auch Hautflügler wie 10 Wildbienenarten, 33 Blattwespenarten, 31 Schmetterlingsarten und 16 Blattlausarten von ihnen abhängig. Zählt man auch die Käfer und Wanzen dazu, sind weit über 110 Insektenarten auf Wildrosenarten spezialisiert. Wildrosen sind für Wildbienen von zentraler Bedeutung, da sie im Frühsommer über die Pollen verfügen, die sie sammeln. Zumindest in Mitteleuropa gehören Wildrosen zu den drei wichtigsten Vogel-Nistgehölzen! Sie sind sowohl Nistplatz als auch Nahrungsquelle für die heimische Tierwelt. In den stacheligen Trieben sind die Nester gut vor Katzen und anderen Beutegreifern geschützt. Die stacheligen Triebe der Wildrosen in und um Lesesteinhaufen und am Rande von Steinriegeln geben den dort lebenden Reptilien ebenfalls besseren Schutz vor Prädatoren. Wildrosen eignen sich als Solitärpflanze (Einzelstellung) oder als Heckenpflanzen.

Gallwespe- Diplolepis rosae - Schlafapfel - Bedeguare - Rosenapfel - Wildrosen - Wildsträucher - Heckensträucher - Ökologie - Biodiversität - Nützlinge
Wildrose Rosa agrestis mit Diplolepis rosae - Galle Schlafapfel verursacht von der Gemeinen Rosen-Gallwespe

Nicht nur in der Landschaft sind Sie eine Bereicherung für Mensch und Tier. Immer mehr Gartenbesitzer wollen eine natürliche Nahrungs- und Schutzquelle für Tiere erschaffen. Auf diesem Weg wird die Artenvielfalt gepflegt und gefördert, parallel kann zur Biodiversität und zum ökologischen Ausgleich beigetragen werden.

 

Literatur:

Timmermann, G. & Müller T. (1994): Wildrosen und Weissdorne Mitteleuropas, Landschaftsgerechte Sträucher und Bäume; Verlag des Schwäbischen Albvereins e.V., Stuttgart.  

Hegi G., (2003): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band IV, Teil 2C, 2. Auflage; Parey Buchverlag Berlin

Schultheis, H (1996): Rosen: die besten Arten und Sorten für den Garten; Ulmer Stuttgart

Phillips R. und Rix M.(2005): Rosarium – Ulmers großes Rosenbuch – Die besten Sorten für Garten und Wintergarten; Ulmer, Stuttgart 

Witt R (2002): Wildrosen und Wildsträucher für den Garten; Franckh-Kosmos Verlag 

Witt R (2010): Naturnahe Rosen, NaturGarten Verlag Ottenhofen

Beales P (2002): Klassische Rosen 2. Aufl. 

Schultheis H. und Urban H. und K. (2001): Rosenlexikon. 2. Aufl. (CD-ROM)

 

Rosa abietina und Rosa agrestis und Rosa arvensis und Rosa caesia und Rosa chavini und Rosa canina und Rosa corymbifera und Rosa dumalis und Rosa elliptica und Rosa gallica und  Rosa gallica Officinalis und Rosa glauca  und Rosa jundzillii und Rosa majalis und Rosa micrantha und Rosa mollis und Rosa montana und Rosa pendulina und Rosa pseudoscabriuscula und Rosa rubiginosa und Rosa sherardii und Rosa spinosissima und Rosa stylosa und Rosa subcanina und Rosa tomentella und Rosa tomentosa und Rosa villosa  

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